Symposium vom 03.11.2011 im GDI - "Office Collaboration"
10. November 2011 -
Büro bleibt nicht Büro, darüber war man sich beim zweiten Symposium der Office Akademie einig. Wie gut neue Technologietrends aufgenommen werden, dazu hörte man jedoch verschiedene Standpunkte. Das zweite Symposium der OFFICE AKADEMIE brachte regen Austausch über die Form der Zusammenarbeit der Zukunft.
Welchen Einfluss hat moderne Technologie auf die Entwicklung der Zusammenarbeit im Büro? Wo sind die Chancen und wo die Grenzen technischer Kommunikation? Diese Fragen stellte das zweite Symposium der OFFICE AKADEMIE zum Thema "Office Collaboration - Vom persönlichen Arbeitsplatz zum virtuellen Büro".
Im Gottlieb Duttweiler Institut in Rüschlikon trafen sich mehr als 100 Gäste, den drei Fachreferaten und der Podiumsdiskussion zu folgen. David Bosshart, CEO des Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) und einer der renommiertesten Zukunftsforscher der Schweiz, machte den Auftakt.
Er erwartet eine weitere, technologiegetriebene Internationalisierung von Arbeitsabläufen und mehr Migrationsströme. Mobilität, Flexibilität und ein hoher Vernetzungsgrad seien der Normalzustand der Zukunft. "Je wichtiger Technologie wird, um so wichtiger ist, dass Menschen sich wohlfühlen, wo sie schaffen", sagte Bosshart.
Vernetzung mit Unified Communication and Collaboration (UCC) demonstrierte anschliessend Rudolf Morf, Head of Opportunity Development Swisscom. Nico Luchsinger, Mitgründer des Kreativnetzwerks Sandbox in Zürich, argumentierte für flexible Arbeitsumgebung, "weil jetzt eine Generation in den Arbeitsmarkt kommt, wo die Form von Collaboration und Kommunikation schon gewöhnt ist und diese Art von Zusammenarbeit auch am Arbeitsplatz erwartet."
Bei der anschliessenden Podiumsdiskussionnschliessend warnte Ueli Mäder, Soziologieprofessor an der Universität Basel davor, Trends wie „Optimierung“ unreflektiert fortzuschreiben. Das mache blind für irgendwann zwangsläufig aufkommende Gegentrends. Bosshart bezeichnete es – mit Blick auf die Gestaltung moderner Büros - als besondere Herausforderung, die unterschiedliche Entwicklungsgeschwindigkeit technologischer, organisatorischer und politischer Prozesse zu synchronisieren. Vor allem innovationsgetriebene Unternehmen und Technologiefirmen hätten es deshalb leichter, mit Raumkonzepten wie Open Space zu arbeiten, als beispielsweise Banken.
Charlotte Pauk, Moderatorin des Gesprächs wies als Zusammenfassung darauf hin, dass technischen Tools wunderbare Möglichkeiten geben, im Mittelpunkt stehe aber immer noch der Mensch. Und wie er lehrt, damit umzugehen, dass sei unsere Herausforderung.
Das zweite Symposium der OFFICE AKADEMIE brachte bereichende Impulse, wie sich die technologische Entwicklung auf die Form der Zusammenarbeit im Büro auswirkt. In internen Fachgruppen und Round Table Gesprächen mit Experten werden dieses Impulse weiter diskutiert und Lösungskonzepte besprochen.

